Eine Operation, aufwendige Diagnostik oder eine längere Behandlung beim Tierarzt kann schnell hohe Kosten verursachen. Mit einer Tierversicherung können Sie sich gegen solche finanziellen Belastungen absichern.
Dabei gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche Möglichkeiten: die Tier-OP-Versicherung und die umfassendere Tierkrankenversicherung. Welche Variante besser zu Ihnen und Ihrem Tier passt, hängt vor allem davon ab, welche Tierarztkosten Sie selbst tragen möchten und gegen welche größeren finanziellen Risiken Sie sich absichern wollen.
Eine Tier-OP-Versicherung konzentriert sich auf Operationen. Je nach Tarif übernimmt sie neben den eigentlichen Operationskosten auch damit verbundene Leistungen wie Diagnostik, Narkose, Medikamente, Klinikaufenthalte sowie die Vor- und Nachbehandlung. Behandlungen, die nicht im Zusammenhang mit einer versicherten Operation stehen, sind dagegen normalerweise nicht abgesichert.
Die Tierkrankenversicherung bietet einen deutlich umfassenderen Schutz. Sie kann zusätzlich beispielsweise ambulante und stationäre Behandlungen, Untersuchungen, Diagnostik und Medikamente übernehmen. Operationen sind bei einer Krankenvollversicherung in der Regel ebenfalls Bestandteil des Versicherungsschutzes.
Beim Vergleich einer Tierkranken- oder Tier-OP-Versicherung sollte nicht allein der Beitrag entscheiden. Wichtig ist, welche Kosten tatsächlich übernommen werden und wo der Tarif Grenzen setzt.
Tierärzte rechnen ihre Leistungen nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ab. Je nach Behandlung und Situation können unterschiedliche Gebührensätze angesetzt werden. Achten Sie deshalb darauf, bis zu welchem GOT-Satz der Tarif leistet und ob für besondere Situationen abweichende Regelungen gelten.
Tarife können eine Selbstbeteiligung vorsehen oder die Erstattung durch jährliche beziehungsweise andere Leistungsgrenzen begrenzen. Entscheidend ist deshalb nicht nur, ob eine Behandlung grundsätzlich versichert ist, sondern auch, in welcher Höhe Kosten tatsächlich übernommen werden.
Wartezeiten und Aufnahmebedingungen unterscheiden sich je nach Versicherer und Tarif. Auch das Alter und bestehende oder frühere Erkrankungen können Einfluss darauf haben, ob und zu welchen Bedingungen Versicherungsschutz möglich ist. Ein möglichst früher Abschluss kann deshalb sinnvoll sein.
Bei einer Tier-OP-Versicherung sollte genau geprüft werden, welche Eingriffe als versicherte Operation gelten und welche damit verbundenen Leistungen eingeschlossen sind. Dazu können beispielsweise Diagnostik, Narkose, Klinikaufenthalt, Medikamente sowie die Vor- und Nachbehandlung gehören.
Ob Hund, Katze oder Pferd: Welche Versicherung sinnvoll ist, hängt vom Tier und vom gewünschten Schutz ab. Wir schauen uns Ihre Situation an und unterstützen Sie dabei, passende Absicherungsmöglichkeiten zu vergleichen.
Je nach Tierart unterscheiden sich Risiken, Behandlungskosten und Versicherungsmöglichkeiten. Weitere Informationen zu den jeweiligen Besonderheiten und zur passenden Absicherung finden Sie auf unseren speziellen Seiten für Hunde, Katzen und Pferde.










Das hängt davon ab, welches finanzielle Risiko Sie selbst tragen möchten. Eine OP-Versicherung kann vor hohen Kosten durch Operationen schützen. Andere Tierarztkosten müssen Sie dagegen in der Regel selbst tragen. Wer auch Behandlungen, Diagnostik und Medikamente absichern möchte, kann sich für eine Tierkrankenversicherung entscheiden.
Ein späterer Wechsel ist grundsätzlich möglich. Für die Tierkrankenversicherung ist jedoch in der Regel ein neuer Antrag erforderlich. Alter und Gesundheitszustand des Tieres können dann Einfluss darauf haben, ob und zu welchen Bedingungen Versicherungsschutz möglich ist.
Je nach Tarif können auch Vorsorgeleistungen wie Impfungen, Gesundheitschecks, Wurmkuren oder andere Maßnahmen zur Parasitenvorsorge übernommen werden. Häufig steht dafür ein jährliches Vorsorge- oder Gesundheitsbudget zur Verfügung.
Ob sich ein solcher Baustein wirtschaftlich lohnt, sollte man aber genauer prüfen. Kostet ein Vorsorgebaustein beispielsweise 10 Euro zusätzlich im Monat, sind das 120 Euro im Jahr. Stehen dem maximal 150 Euro Vorsorgeerstattung gegenüber, ist der eigentliche Versicherungseffekt gering. Interessanter kann ein Vorsorgebaustein sein, wenn er zusätzliche Leistungen enthält oder ohne nennenswerten Mehrbeitrag Bestandteil eines guten Tarifs ist.
In einigen skandinavischen Versicherungsmärkten werden planbare Vorsorgekosten wie Impfungen bewusst nicht über die Krankenversicherung abgesichert. Dahinter steht der klassische Versicherungsgedanke: Regelmäßige, vorhersehbare Ausgaben werden selbst getragen, während die Versicherung vor unerwarteten und potenziell hohen Behandlungskosten schützt.
Je nach Versicherer und Tierarztpraxis kann eine direkte Abrechnung möglich sein. Andernfalls bezahlen Sie die Rechnung zunächst selbst und reichen sie anschließend beim Versicherer zur Erstattung ein. Gerade bei höheren Operationskosten kann es sinnvoll sein, die Abrechnungsmöglichkeiten vorab zu klären.
Ein niedrigerer Beitrag bedeutet nicht automatisch einen vergleichbaren Versicherungsschutz. Unterschiede gibt es beispielsweise bei Selbstbeteiligungen, Erstattungsgrenzen, GOT-Sätzen, Vor- und Nachbehandlungen, Vorsorgeleistungen oder Ausschlüssen. Auch Alter, Tierart und Rasse können den Beitrag beeinflussen. Deshalb sollten bei einem Preisvergleich immer auch die versicherten Leistungen gegenübergestellt werden.